Ceutí liegt im Herzen der Region Murcia, etwa einen Tagesritt nordwestlich der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Die Gemeinde erstreckt sich über eine fruchtbare Ebene, die sich zwischen 85 und 95 Meter über dem Meer erhebt. Die Küste des Mittelmeers ist zwar nur etwa 40 Kilometer entfernt, doch das Klima bleibt hier kontinental geprägt: milde Winter wechseln sich mit heißen Sommern ab, während das ganze Jahr über wenig Regen fällt.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die Zeit der Mauren zurück, die nach ihrer Landnahme im frühen 8. Jahrhundert den Anbau von Zitrusfrüchten einführten. Der Name Alquería de Zepti deutet auf diese Epoche hin. Nach der Rückeroberung durch kastilische Truppen unter Alfons X. entstand der heutige Ort, der lange vom Santiago-Ritterorden verwaltet wurde. Ein schwerer Einschnitt war die Vertreibung der maurischen Bevölkerung zu Beginn des 17. Jahrhunderts, die einen deutlichen Bevölkerungsrückgang zur Folge hatte.
Heute prägen vor allem moderne Bauwerke das Bild Ceutís. Die neoklassizische Kirche Santa María Magdalena entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, doch ihr Entwurf knüpft an einen älteren Vorgängerbau an. Das Museo Antonio Campillo würdigt das Werk eines lokalen Bildhauers, dessen Skulpturen im öffentlichen Raum zu sehen sind. In einer umgenutzten Konservenfabrik zeigt La Conservera zeitgenössische Kunst. Die Gemeinde lebt heute vor allem von Handel, Handwerk und Dienstleistungen, während die umliegenden Felder noch immer von Obstbäumen und Weinreben geprägt sind.