Chieming liegt in Oberbayern am Ostufer des Chiemsees, wo die Chieminger Bucht besonders ruhiges Wasser bietet. Im Süden des Ortes erstreckt sich der Pfeffersee, und die Gemarkung umfasst Wälder, Wiesen und Siedlungen. Die Gemeinde ist Teil des Landkreises Traunstein und ein beliebter Ferienort mit Erholungsmöglichkeiten.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, doch erst mit der römischen Via Julia entstand eine dichtere Ansiedlung durch Gutshöfe. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Chieming im Jahr 790, und der Name geht vermutlich auf den Personennamen „Chiemo“ zurück. Seit dem Mittelalter war der Ort Pfarrsitz und gehörte lange zum Kloster Baumburg, bis er 1803 selbstständig wurde. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Chieming zu einem Bade- und Erholungsort, doch ein geplanter Monumentalbau der Nationalsozialisten blieb unvollendet.
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt prägt mit ihrer neuromanischen Architektur das Ortsbild. Ein historischer Bauernhof und mehrere Bodendenkmäler zeugen von der langen Geschichte. Persönlichkeiten wie die Schriftsteller Sten Nadolny und Isabella Nadolny stammen aus Chieming. Die Gemeinde ist gut an das Verkehrsnetz angebunden und bietet mit Schulen, Kindergärten und dem Landschulheim Schloss Ising auch Bildungsangebote.