Chomutov liegt im Ústecký kraj in Tschechien, am südlichen Fuß des Erzgebirges und im Nordböhmischen Becken. Die Stadt wird von der Chomutovka durchflossen, die ihr auch den Namen gibt. Durch ihre Lage an wichtigen Verkehrswegen verbindet sie das Erzgebirge mit dem böhmischen Tiefland.
Die Stadt wurde erstmals 1252 als „Comotau“ erwähnt, als sie dem Deutschen Ritterorden geschenkt wurde. Im Mittelalter entwickelte sie sich von einem Dorf zu einer Stadt mit Marktprivilegien und Stadtrechten. Prägend waren Konflikte wie die Hussitenkriege, die Pest und der Dreißigjährige Krieg, die das Leben der Bewohner stark beeinträchtigten. Wirtschaftlich spielte der Alaunabbau eine wichtige Rolle, später prägte die Industrialisierung das Stadtbild.
Heute ist Chomutov vor allem als Industriestadt bekannt. Die Ignatiuskirche mit den Gebeinen des heiligen Viktor und das ehemalige Jesuitenkolleg zeugen von der bewegten Geschichte. Die Stadt verbindet ihre historische Vergangenheit mit moderner Infrastruktur und liegt in einer Landschaft, die von Erzgebirge und Becken geprägt ist.