Blatno liegt am Südhang des Erzgebirges im Ústecký kraj, etwa sechs Kilometer nördlich von Chomutov. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Bečov, Hrádečná und Květnov, die früher eigene Dörfer mit deutschen Namen waren. Die Landschaft ist geprägt vom Übergang zwischen Gebirge und flacherem Vorland.
Die Siedlung entstand vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert durch den Deutschen Orden, der hier eine Burg errichtete. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem 14. Jahrhundert, als ein Ordenskomtur genannt wird. Im 15. Jahrhundert kam es zu Konflikten mit dem Orden, der schließlich seine Besitzungen verlor. Später wechselten Burg und Dorf mehrfach die Besitzer, darunter die Adelsfamilien Lobkowicz und Harras. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer zerstört, doch nach dem Krieg begann langsam der Wiederaufbau.
Heute prägen vor allem die spätbarocke Michaeliskirche und die nahegelegene Talsperre Komotau das Bild. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit polnischen und deutschen Orten. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der deutschen Besiedlung verbunden, die nach 1945 endete.