Jirkov liegt am Südwestrand des Braunkohlebeckens von Most, etwa dreihundert Meter über dem Meer. Die Stadt schmiegt sich an den Fuß des Erzgebirges und wird vom Fluss Bílina durchzogen, der hier noch ein schmales Tal formt. Im Süden grenzt sie direkt an die Bezirksstadt Chomutov, während nordwestlich die Talsperre Jirkov aufgestaut ist. Östlich reihen sich weitere Stauseen wie Újezd und Zaječice aneinander, und nicht weit entfernt verläuft die Eisenbahnstrecke von Chomutov nach Ústí nad Labem.
Ursprünglich entstand der Ort als Vorburg der Burg Borek, die heute unter dem Namen Červený Hrádek bekannt ist. An einem alten Handelsweg gelegen, der von Sachsen bis nach Prag führte, erhielt Jirkov bereits Ende des 13. Jahrhunderts eine erste Erwähnung. Im 15. und 16. Jahrhundert blühte die Stadt auf, erhielt Stadtrechte und eine Stadtbefestigung, doch Pest und Kriegszeiten brachten Leid und Zerstörung. Nach der Schlacht am Weißen Berg wechselten die Besitzer, und die Bevölkerung wurde zum katholischen Glauben gezwungen. Im 19. Jahrhundert wurde Jirkov Sitz eines Bezirksgerichts, bevor es nach dem Ersten Weltkrieg Teil der Tschechoslowakei wurde.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt: Die Dechanatskirche zum hl. Ägidius geht auf das 14. Jahrhundert zurück, der Stadtturm stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, und der Zierbrunnen erinnert an die barocke Blütezeit. Werke des Bildhauers Johann Brokoff, darunter die Statue des hl. Johann von Nepomuk und die Pestsäule, zeugen von künstlerischem Schaffen. Auch die ehemalige Synagoge und der Stadtkeller zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Ferdinand Maximilian Brokoff oder der Eishockeyspieler David Kämpf verbinden Jirkov mit überregionaler Geschichte.