Chvalšiny liegt im Süden des Blanský les, umgeben von sanften Hügeln und durchflossen vom Chvalšinský potok. Im Norden grenzt es an Borová und Brloh, während sich im Osten Zlatá Koruna anschließt. Südlich des Ortes erhebt sich der 1084 Meter hohe Kleť, und im Südosten liegt ein botanischer Garten. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Borová, Červený Dvůr und Hejdlov.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus dem 10. und 11. Jahrhundert, als slawische Stämme die Gegend durchstreiften. Urkundlich erwähnt wurde Chvalšiny erstmals 1281, als es dem Kloster Zlatá Koruna unterstand. 1293 erhielt der Ort Stadtrechte und entwickelte sich unter der Herrschaft der Rosenberger zu einem regionalen Zentrum. Die spätgotische Marienkirche entstand zwischen 1487 und 1507, ein Werk der Bauhütte um Hans Wechselberger. Später prägten die Eggenberger und Schwarzenberger die Geschichte des Ortes, etwa durch die Verleihung von Marktprivilegien oder den Bau des Schlösschens Rotenhof.
Heute beeindruckt Chvalšiny vor allem durch seine spätgotische Marienkirche mit ihrem kunsthistorisch bedeutenden Netzgewölbe. Das Museum des Schwarzenbergischen Schwemmkanals gibt Einblick in die regionale Geschichte und ist in einem historischen Gebäude untergebracht. Persönlichkeiten wie der Forstingenieur Joseph Rosenauer oder der Kunsthistoriker Franz Matsche haben hier gewirkt. Die malerische Landschaft des Blanský les und die Nähe zum Kleť machen den Ort zu einem Anziehungspunkt für Naturliebhaber.