Ktiš liegt am Nordrand des Truppenübungsplatzes Boletice im Böhmerwald, wo der Křemžský potok ein Tal formt. Südlich des Dorfes erheben sich markante Berge wie der Bulový, Velký Plešný und Chlum. Im Osten finden sich die Ruinen der Burg und des Klosters Kuklov, während im Süden die Überreste des früheren Ortsteils Sádlno auf dem Militärgelände liegen. Nachbarorte wie Příslop, Smědeč und Dobročkov umgeben die Gemeinde.
Die Geschichte von Ktiš ist eng mit dem Linzer Steig verbunden, einer alten Salzhandelsroute. Die Kirche St. Bartholomäus wird bereits 1310 erwähnt, und der Ort selbst entstand 1395 auf Klostergrund. Nach der Zerstörung des Klosters durch die Hussiten gelangte der Besitz an Ulrich II. von Rosenberg. Im 18. Jahrhundert gab es Konflikte zwischen Handwerkern aus verschiedenen Städten um Handelsrechte in Ktiš.
Besonders sehenswert ist die barocke Kirche St. Bartholomäus, die zwischen 1687 und 1690 umgestaltet wurde. Weitere Kapellen wie die Dobrá Voda mit ihrem Kreuzweg prägen das Bild. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Březovík, Dobročkov und Smědeč, die teilweise auf historische Namen wie Oxbrunn oder Dobrusch verweisen.