Dautphetal liegt im Westen Hessens, eingebettet zwischen den Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges und dem Oberen Lahntal. Der namensgebende Fluss Dautphe durchzieht das Gebiet, bevor er in die Lahn mündet, die das Gemeindegebiet von Westen nach Osten durchfließt. Die Landschaft ist geprägt von Mittelgebirgsvorland mit Höhen bis über 500 Meter, während das Lahntal mit mildem Klima und Flussauenvegetation lockt. Der Schloßberg nahe Holzhausen bildet mit gut 540 Metern den höchsten Punkt, während die Lahn im Osten auf etwa 225 Metern die tiefste Stelle markiert.
Die Gemeinde entstand in den 1970er-Jahren durch die Hessische Gebietsreform aus zwölf Ortsteilen, darunter Dautphe als zentraler Verwaltungssitz. Historisch war das Gebiet durch Erzbergbau geprägt, besonders in der Dillmulde, wo sich Kupfer-, Mangan- und Eisenerze fanden. Die wirtschaftliche Grundlage lag lange in der Landwirtschaft und im Bergbau, doch heute prägt eine Mischung aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen das Bild.
Besonders bekannt ist Dautphetal für seine abwechslungsreiche Natur mit dichten Wäldern, vulkanischen Kuppen und Aussichtspunkten wie dem Rimberg oder dem Hünstein. Die Damshäuser Kuppen und der Schwarzeberg-Wald bieten Wanderwege, während das Lahntal mit seinen Auen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bietet. Typisch sind auch die traditionellen Fachwerkhäuser in den Ortsteilen, die das ländliche Flair bewahren.