Die Gemeinde Muldestausee liegt im Osten Sachsen-Anhalts, größtenteils östlich eines gleichnamigen Stausees. Sie erstreckt sich zwischen Bitterfeld-Wolfen und Gräfenhainichen und reicht bis in die Dübener Heide im Osten. Das Gebiet gehört zum Mitteldeutschen Seenland und wird von der Mulde durchflossen, dem größten Fließgewässer vor Ort.
Ursprünglich entstand die Gemeinde 2010 aus der Zusammenlegung mehrerer Orte im Rahmen einer Gebietsreform. Dazu zählten unter anderem Mühlbeck und Friedersdorf, die bereits 1997 das erste Buchdorf Deutschlands gründeten. Dieses Konzept, inspiriert von Hay-on-Wye in Wales, zieht mit zahlreichen Antiquariaten und Buchhandlungen Besucher an. Die Verwaltung befindet sich im Ortsteil Pouch.
Besonders bekannt ist die Gemeinde für ihre Sehenswürdigkeiten wie den Roten Turm in Pouch, einen mittelalterlichen Aussichtsturm mit Blick bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Auch die Barockkirche in Burgkemnitz und das Haus am See als Informationszentrum für Naturschutz prägen das Bild. Persönlichkeiten wie der Komponist Gottfried Kirchhoff oder der Erfinder Friedrich August Köttig stammen aus der Region.