Delligsen liegt im Leinebergland, umgeben von mehreren Höhenzügen wie dem Reuberg, Steinberg, Selter, Hils und Ith. Durch den Ort fließt die Wispe, ein Nebenfluss der Leine, die das Landschaftsbild prägt. Der höchste Punkt in der Umgebung ist die Bloße Zelle im Hils mit über 480 Metern Höhe.
Erstmals erwähnt wurde Delligsen im 9. Jahrhundert unter dem Namen Disaldishusen in Klosterurkunden. Im Mittelalter spielte die Eringaburg eine Rolle, die später von den Welfen übernommen wurde. Die Industrialisierung begann früh mit dem Bau einer Papiermühle im Jahr 1691, und die Ansiedlung von Glashütten wie Grünenplan stärkte die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes.
Besonders bekannt ist Delligsen für seine historische Papierindustrie und die Glashütte Grünenplan, die bis heute besteht. Der Ort bewahrt Erinnerungen an die NS-Zeit, darunter Gräber von Zwangsarbeitern auf dem Friedhof. Die Landschaft mit ihren Bergen und Flüssen lädt zu Wanderungen ein und prägt das Bild der Region.