Dešenice liegt eingebettet in die nördlichen Ausläufer des Künischen Gebirges, wo der Bach Dešenický potok und der Želivský potok das Gelände durchziehen. Südwestlich des Ortes erstreckt sich die Trinkwassertalsperre Nýrsko, während sich im Umkreis Hügel wie der U Ramene oder der Želivský vrch erheben. Die Bahnstrecke Železná Ruda–Plzeň umfährt den Ort in einer weiten Schleife, wobei der Haltepunkt am nordöstlichen Ortsrand liegt. Nachbarorte wie Nýrsko oder Bystřice nad Úhlavou sind nur wenige Kilometer entfernt.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1272 als Sitz des Ritters Rudgerus de Deschenicz. Im 14. Jahrhundert entstand die Kirche, und die Feste wechselte mehrfach die Besitzer, darunter die Familien von Pabienitz und von Deschenitz. Die Brauerei wurde 1572 erstmals genannt, und im Dreißigjährigen Krieg wechselte die Pfarrei zeitweise zum Protestantismus. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften entwickelte sich Dešenice zu einer Gemeinde mit mehreren Ortsteilen, darunter Kreuzberg und Matějovice.
Prägend sind die frühgotische Kirche des hl. Nikolaus aus dem 14. Jahrhundert und die ehemalige Wasserfeste, die später zu einem Schloss umgebaut wurde. Vor der Feste steht eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk, und eine ehemalige Synagoge erinnert an die jüdische Geschichte des Ortes. Im Süden liegt das Naturreservat Městišťská rokle, das zum Wandern einlädt. Die Umgebung mit ihren Wäldern und der Talsperre bietet zudem Erholungsmöglichkeiten.