Nýrsko liegt im Westen Tschechiens, eingebettet in ein breites Tal der Úhlava, die hier den Übergang zwischen dem Künischen Gebirge und sanfteren Landschaften markiert. Nördlich breitet sich die Janowitzer Senke aus, östlich erhebt sich das Drosauer Bergland, während im Westen das Neumarker Bergland beginnt. Mehrere markante Erhebungen umgeben die Stadt, darunter der Kreuzberg und der Rantscher. Südlich der Stadt erstreckt sich ein Stausee, der das Bild prägt. Die Straßenverbindungen führen nach Klatovy, Lam und Železná Ruda, während die Eisenbahnlinie von Pilsen nach Železná Ruda am Stadtrand verläuft.
Die Anfänge von Nýrsko reichen ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine befestigte Grenzsiedlung mit Zollstation entstand. Im 13. Jahrhundert entstand eine Kirchenburg als Schutz für die Umgebung, später folgten zwei getrennte Siedlungen: Horní Nýrsko und Dolní Nýrsko. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1327, als die Zolleinnahmen an die Herren von Janowitz fielen. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg Bayereck erbaut, die später in kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört wurde. 1593 wurden die beiden Siedlungen zur Stadt vereint und erhielten Marktprivilegien. Im 17. Jahrhundert folgten weitere Rechte wie die Blutgerichtsbarkeit und das Salzstapelrecht.
Heute zeigt sich Nýrsko als Stadt mit historischem Kern, geprägt von der Úhlava und dem nahen Stausee. Die Filialkirche der Vierzehn Nothelfer und die ehemalige Pfarrkirche zum Apostel Thomas zeugen von der langen Geschichte. Die Stadt war einst ein Zentrum des Handels und Handwerks, besonders mit Bettfedern und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die Eisenbahnanbindung im 19. Jahrhundert brachte weitere Entwicklung. Die umliegenden Berge und der Stausee bieten heute Erholungsmöglichkeiten und prägen das Landschaftsbild.