Dieburg liegt in Südhessen, etwa 15 Kilometer östlich von Darmstadt, eingebettet im Tal der Gersprenz. Geologisch geprägt durch tertiäre Ablagerungen und Flussablagerungen, erstreckt sich die Stadt in der Dieburger Bucht, einem westlichen Ausläufer der Hanau-Seligenstädter Senke. Nördlich und westlich umgeben ausgedehnte Waldgebiete der Dreieich, während der Mainzer Berg mit 227 Metern Höhe die höchste Erhebung bildet. Nachbarorte sind unter anderem Münster im Norden und Groß-Zimmern im Süden.
Die Geschichte Dieburgs reicht bis in die Bronzezeit zurück, doch seine prägende Epoche begann in der Römerzeit. Um 85 bis 90 n. Chr. wurde die Region Teil der Provinz Obergermanien, und Dieburg entwickelte sich als Hauptort der Civitas Auderiensium. Zahlreiche Funde, darunter Kultgegenstände des Mithraskultes, zeugen von der damaligen Bedeutung. Nach dem Rückzug der Römer im 3. Jahrhundert blieb eine kleinere Siedlung bestehen, die sich mit zugewanderten Alamannen vermischte.
Heute ist Dieburg eine Stadt mit mittelalterlichem Grundriss, erkennbar an Haupt- und Nebengassen sowie der ehemaligen Stadtmauer. Prägende Bauwerke sind das Albinischloss, das als Landratsamt dient, und das Stadtmuseum im ehemaligen Schloss der Familie von Fechenbach. Die Wallfahrtskirche im Westen der Stadt geht auf römische Vorgängerbauten zurück. Die Stadt ist zudem Standort der Hochschule Darmstadt und bekannt für ihre historische Verbindung zu Mainz und Aschaffenburg.