Die Stadt Diez liegt an der Lahn im Rhein-Lahn-Kreis, wo sie als staatlich anerkanntes Heilbad und ehemalige Residenzstadt gilt. Eingebettet zwischen Westerwald und Taunus prägt das Lahntal mit seinen ansteigenden Terrassen die Landschaft. Die Aar mündet hier in die Lahn, während sich der Stadtteil Freiendiez östlich des Zentrums an der Aar erstreckt. Mit Limburg an der Lahn bildet Diez ein länderübergreifendes Doppelzentrum.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, wie Funde in der Wildweiberlei zeigen. Der Name Diez entwickelte sich aus dem fränkischen Theodissa, das 790 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Grafen von Diez prägten im Mittelalter die Region, bis die Linie 1386 erlosch. Später gehörte Diez zu Katzenelnbogen und fiel durch Erbe an die Landgrafen von Hessen. Im Dreißigjährigen Krieg bewahrte Fürstin Sophie Hedwig die Stadt vor Plünderungen, indem sie den Feind zum Essen einlud.
Diez ist bekannt für seine historische Altstadt, die nach der Schlacht von 1796 teilweise wiederaufgebaut werden musste. Das Haus Nassau-Diez brachte später niederländische Könige hervor. Ein Denkmal erinnert an die Opfer einer Hinrichtung 1944, während Hochwasser 1984 schwere Schäden verursachte. Die Stadt verbindet heute ihre Geschichte mit der Rolle als Heilbad und Mittelzentrum.