Dingolfing liegt im Tal der Isar in Niederbayern, etwa hundert Kilometer nordöstlich von München. Die Stadt erstreckt sich beiderseits des Flusses, der hier durch ein Stauseegebiet und renaturierte Abschnitte geprägt ist. Mit ihren Ortsteilen Frauenbiburg und Teisbach bildet sie das Zentrum des Landkreises Dingolfing-Landau.
Die Wurzeln der Siedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erstmals erwähnt wird Dingolfing im Jahr 770 als Thingolfinga. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen geistlichen und politischen Zentrum, wo bayerische Herzöge und Regensburger Bischöfe um Einfluss rangen. 1274 erhielt Dingolfing das Stadtrecht und wurde später durch Eingemeindungen wie Teisbach und Frauenbiburg deutlich vergrößert.
Die Stadtanlage zeigt noch heute die historische Teilung in Ober- und Unterstadt, verbunden durch den Steinweg und das Tor Reiserbogen. Prägend ist die Pfarrkirche St. Johannes mit ihrer Münsteranlage, während der Isarstausee als Naherholungsgebiet dient. Die Burg, ursprünglich aus dem 10. Jahrhundert, wurde später von den bayerischen Herzögen umgebaut und ist ein Zeugnis der wechselvollen Geschichte.