Dinklage liegt im flachen Norddeutschen Tiefland, genauer in der Dümmer-Geestniederung im westlichen Niedersachsen. Die Stadt gehört zum Oldenburger Münsterland und ist etwa gleich weit von Osnabrück und Bremen entfernt. Ihr Stadtgebiet steigt sanft von Südosten nach Nordwesten an, wobei die höchsten Punkte kaum über 31 Meter liegen. Der Kern der Stadt mit den Ortsteilen Wiek und Hörst ist dicht besiedelt, während sechs umliegende Bauerschaften das ländliche Umland bilden. Durchzogen wird das Gebiet von Wallhecken und Baumreihen, die dem Landschaftsbild Struktur verleihen.
Erstmals erwähnt wird Dinklage im Jahr 1231 im Zusammenhang mit dem Adelsgeschlecht der Herren von Dincklage. Diese Dienstmänner der Grafen von Ravensberg-Vechta stiegen später zu mächtigen Grundherren auf, doch ihre Versuche, eine eigene Herrschaft zu errichten, scheiterten am Widerstand des Bischofs von Münster. Im Mittelalter prägten Burgen wie die Ferdinandsburg und später die Dietrichsburg das Bild, von denen nur letztere erhalten blieb. Die Region wurde immer wieder von Pestepidemien heimgesucht, doch 1349 erhielt Dinklage eine eigene Kirche und wurde von der Mutterpfarrei Lohne unabhängig.
Heute ist Dinklage bekannt für die Dietrichsburg, die in späterer Bauweise erhalten blieb und als historisches Wahrzeichen gilt. Die Stadt liegt in einem Netz aus Flüssen und Bächen, die zur Hase und schließlich zur Ems entwässern. Besonders das Bockhorster Moor mit seinen Teichen ist ein geschütztes Feuchtgebiet, das seltenen Arten wie dem Eisvogel Lebensraum bietet. Regelmäßige Renaturierungsprojekte an Bächen wie dem Hopener Mühlenbach sollen die ökologische Situation verbessern und neue Naherholungswege erschließen.