Ditzingen liegt im Strohgäu, einer Landschaft am Rand des Neckarbeckens, wo die Glems als rechter Nebenfluss der Enz das Gebiet durchfließt. Die Stadt grenzt im Nordwesten an Stuttgart und ist Teil des Mittelbereichs Stuttgart. Zu ihr gehören die eingemeindeten Orte Heimerdingen, Hirschlanden und Schöckingen, die als Stadtteile mit eigener Verwaltung fortbestehen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, doch der Ort wurde erstmals 769 in einer Urkunde des Klosters Lorsch als Tizingen erwähnt. Im Mittelalter gehörte Ditzingen lange zu Württemberg und blieb lange von geringer Bedeutung. Erst mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz 1868 begann die Industrialisierung, geprägt durch Ziegeleien, Wachswarenfabriken und später durch metallverarbeitende Betriebe.
Heute ist Ditzingen eine Große Kreisstadt mit historischem Kern und modernen Industriegebieten. Die Glems prägt das Stadtbild, und archäologische Funde wie das Frauengrab von Schöckingen zeugen von der frühen Besiedlung. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur und liegt inmitten einer abwechslungsreichen Landschaft zwischen Weinbergen und Flussauen.