Gerlingen liegt im Landkreis Ludwigsburg, westlich von Stuttgart und etwa zehn Kilometer von der Kreisstadt entfernt. Auf 336 Metern Höhe erstreckt sich die Stadt zwischen dem Strohgäu und den Keuperhöhen des Glemswalds, wo Streuobstwiesen, Weinberge und Wälder das Bild prägen. Im Norden reicht das Gebiet ins Neckarbecken, während im Süden der Glemswald mit dem Krummbachtal und dem Naturschutzgebiet Gerlinger Heide beginnt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch als bandkeramisches Dorf gilt Gerlingen seit Funden aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. Kelten und Römer hinterließen ebenfalls ihre Spuren, darunter Gutshöfe und Grabhügelfelder. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 797, als der Ort als Gerringen im Lorscher Codex auftaucht. Im Mittelalter gehörte Gerlingen verschiedenen Herrschern, bis es 1347 württembergisch wurde und fortan nach Leonberg eingepfarrt war.
Heute verbindet die Stadt historische Bauwerke wie die Burg Richtenberg mit moderner Infrastruktur. Das alte Dorfbuch von 1485 und das übernommene Ritterwappen erinnern an die Vergangenheit. In der Umgebung laden Streuobstwiesen und der Glemswald zu Wanderungen ein, während die Nähe zu Stuttgart und Ludwigsburg wirtschaftliche Chancen bietet.