Ebermannstadt liegt im Norden Bayerns, eingebettet im Tal der Wiesent, die durch die Fränkische Schweiz fließt. Die Stadt erstreckt sich auf Höhen zwischen 292 und 545 Metern und gilt als „Herz der Fränkischen Schweiz“, umgeben vom Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. Nachbarorte wie Pretzfeld und Gößweinstein grenzen im Süden und Osten an das Stadtgebiet.
Der Ort geht auf eine Gründung des Thüringerstammes im Jahr zurück und wurde erstmals 981 als „villa Ebermarstad“ erwähnt. Prägend war die Herrschaft der Herren von Schlüsselberg, die im 14. Jahrhundert Markt- und Stadtrecht verliehen. Zerstörungen durch Hussiten, Schweden und Markgrafen prägten die wechselvolle Geschichte, bis Ebermannstadt 1803 bayerisch wurde. Wirtschaftlich profitierte der Ort später von Bahnanschlüssen und Industrieansiedlungen wie dem Laboratorium auf dem Feuerstein.
Heute besticht Ebermannstadt durch seine malerische Altstadt mit dem markanten Wasserschöpfrad an der Wiesent. Die Sternwarte Feuerstein und der Planetenwanderweg locken Besucher an, während die Wiesenttalbahn als Museumsstrecke dient. Regelmäßige Feste wie die Mini-Olympiade mit der französischen Partnerstadt Chantonnay stärken die kulturellen Verbindungen. Die Stadt verbindet damit historische Spuren mit lebendiger Gegenwart.