Pretzfeld liegt im Südwesten Oberfrankens, eingebettet in die Fränkische Schweiz. Der Ort breitet sich am Zusammenfluss von Trubach und Wiesent aus, umgeben von ausgedehnten Wäldern, die mehr als die Hälfte der Gemeindefläche bedecken. Im Westen grenzt er an Ebermannstadt, im Norden an Gößweinstein und im Süden an Egloffstein.
Seine Wurzeln reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, als hier vermutlich ein Versorgungshof für den Königshof Forchheim entstand. Urkundlich erstmals 1145 als „Bretevelth“ erwähnt, war Pretzfeld später Sitz eines Rittergutes, dessen Herren wechselten. Im 16. Jahrhundert übernahmen die Freiherren Stiebar von Buttenheim die Herrschaft, gefolgt von den Grafen von Seinsheim. Ein jüdischer Friedhof auf dem Judenberg zeugt von der einst blühenden Gemeinde, die bis ins 19. Jahrhundert bestand.
Heute prägt der Süßkirschenanbau das Bild, eines der größten geschlossenen Anbaugebiete Europas. Das barocke Schloss und die Pfarrkirche St. Kilian sind markante Bauwerke, während der Kellerwald mit seinen Felsenkellern zum Verweilen einlädt. Persönlichkeiten wie der Physiker Walter Schottky oder der Maler Curt Herrmann hinterließen hier Spuren.