Écija, auch als Stadt der Türme bekannt, liegt in Andalusien am Fluss Genil zwischen den größeren Städten Córdoba und Sevilla. Die Stadt wird wegen ihres heißen Klimas auch Bratpfanne Andalusiens genannt. Sie befindet sich in der gleichnamigen Provinz.
Die Geschichte Écijas reicht bis ins achte Jahrhundert vor Christus zurück, als dort eine dauerhafte Siedlung entstand. Die Römer nannten den Ort Astigi und machten ihn während der Herrschaft von Julius Caesar zu einer Kolonie. Später wurde Astigi Hauptstadt einer der vier römischen Gerichtsbezirke in der Provinz Baetica. Nach dem Fall des Westgotenreichs wurde die Stadt von den Mauren erobert und in al-Andalus eingegliedert. Während der Reconquista eroberte Ferdinand III. Écija zurück, woraufhin sich die Stadt durch den Bau zahlreicher Kirchen zu ihrer heutigen Bezeichnung entwickelte.
Écija ist berühmt für seine historischen Bauwerke, darunter das Historische Museum im Palacio de Benamejí und das Stadtpalais Palacio de Peñaflor. Die Stadt brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, wie den Lieddichter und Musiker Garci Sánchez de Badajoz oder den Fußballspieler Ruben Pérez. Ein schweres Erdbeben im 18. Jahrhundert zerstörte weite Teile der Stadt.