Eggenfelden liegt im Tal der Rott im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, wo die Bundesstraßen 20, 388 und 588 zusammentreffen. Die Stadt ist über zwei Bahnstationen an die Strecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit angebunden und liegt etwa gleich weit entfernt von Landshut, Straubing, Passau, Salzburg und München. Mit ihren eingemeindeten Ortsteilen wie Gern und Kirchberg erstreckt sie sich über ein größeres Gebiet.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im 12. Jahrhundert als Zinsgut des Klosters Baumburg, das von einer Gräfin Adelheid von Sulzbach-Rosenberg gestiftet wurde. Die Wittelsbacher übernahmen später die Herrschaft und machten aus dem Markt einen befestigten Wirtschaftsplatz mit eigener Verwaltung. Eggenfelden war Sitz eines Pfleggerichts, das sich später zum Landgericht und Bezirksamt entwickelte. Die Eisenbahn erreichte den Ort Ende des 19. Jahrhunderts mit der Eröffnung der Rottalbahn.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und Stephanus oder das erhaltene Grabmeiertor als einziges der ehemaligen Stadttore. Das Theater an der Rott ist das einzige landkreiseigene Theater Deutschlands. Regelmäßige Veranstaltungen wie die Gerniale, Mittelaltertage oder die „Eggenfelden in Weiß“ prägen das kulturelle Leben. Die Umgebung mit dem Bürgerwald und dem Lichtlberger Wald lädt zum Wandern und Radfahren ein, während der Pferdesport und der Segelflughafen weitere Freizeitmöglichkeiten bieten.