Postmünster liegt in Niederbayern, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Fluss Rott und am Rottauensee. Die Gemeinde befindet sich im Tal der Rott, nur wenige Kilometer südwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen und in der Nähe weiterer Orte wie Eggenfelden und Bad Birnbach. Der Ort ist Teil der Region Landshut und wird von der Bundesstraße 388 erschlossen.
Die Geschichte von Postmünster reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier vermutlich eine Straße verlief. Der Name geht auf ein Eigenkloster zurück, das im 8. Jahrhundert von einem Poso gegründet wurde. Erste schriftliche Erwähnung findet sich im 9. Jahrhundert als kleines Kloster an der Rott. Später wechselten die Besitzer mehrfach, darunter Adelige, Ministeriale des Hochstifts Passau und verschiedene Adelsfamilien wie die Paulsdorffer und die Grafen zu Goder. Im 19. Jahrhundert entstand durch die Verwaltungsreform die heutige Gemeinde, die 1971 durch die Eingemeindung von Neuhofen, Gangerbauer und Schalldorf vergrößert wurde.
Postmünster ist geprägt von historischen Bauwerken wie der spätgotischen Pfarrkirche St. Benedikt und dem Schloss Thurnstein, das im 13. Jahrhundert entstand und später im 17. Jahrhundert sein heutiges Aussehen erhielt. Auch die Wallfahrtskirche St. Leonhard in Gambach und die Filialkirche St. Martin und St. Nikolaus in Schreihof zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Der Rottauensee dient als Naherholungsgebiet und Hochwasser-Rückhaltebecken. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Andreas Artur Reichelt und die Sängerin Lisa Wahlandt haben hier gelebt oder leben noch.