Eggolsheim liegt im Westen der Fränkischen Schweiz, eingebettet im Regnitztal. Der Markt grenzt im Norden an den Landkreis Bamberg und im Süden an Forchheim, während er sich östlich der historischen Nord-Süd-Verbindung von Main und Donau befindet. Durchzogen wird das Gebiet vom Main-Donau-Kanal, der hier einst als Ludwig-Donau-Main-Kanal entstand.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Urnenfelderzeit zurück, wie Grabbeigaben aus dem 12. Jahrhundert vor Christus belegen. Germanische Siedler folgten in der Latènezeit, und aus der Merowingerzeit stammen Waffenfunde, die auf eine frühe Bedeutung als Siedlungsort hindeuten. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Eggolsheim im frühen Mittelalter, als es 1002 als „Eggoluesheim“ in einer Schenkung König Heinrichs II. an das Stift Haug bei Würzburg ging. Seit dem 14. Jahrhundert trägt der Ort den Titel Markt.
Prägend für das Ortsbild sind die Pfarrkirche St. Martin, deren gotischer Turm aus dem Jahr 1305 stammt und deren Portal von Leo von Klenze gestaltet wurde, sowie das barocke Jagdschloss Jägersburg der Bamberger Fürstbischöfe. Die Gemeinde umfasst mehrere Gemeindeteile wie Bammersdorf, wo der Dörfler-Verlag seinen Sitz hat, und beherbergt mit der Umweltstation Lias-Grube eine bedeutende Bildungsstätte. Partnerschaften mit italienischen und ungarischen Gemeinden unterstreichen die europäische Ausrichtung.