Eglisau liegt am Nordufer des Rheins, wo dieser durch einen Stausee aufgestaut wird. Der Ort grenzt an den Kanton Schaffhausen und ist durch den Fluss und seine Nebenflüsse geprägt. Die Landschaft wird von der Nähe zum Rhein und den umliegenden Gewässern bestimmt.
Die ältesten Spuren stammen aus dem 13. Jahrhundert, darunter ein erster Rheinübergang aus dem Jahr 1250. Im Spätmittelalter wurde Eglisau an Zürich verkauft und diente als Sitz der Landvögte. Bis ins 19. Jahrhundert war der Ort ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und Salz. Der Bau des Rheinkraftwerks zwischen 1916 und 1920 veränderte das Ortsbild grundlegend, da der Wasserspiegel um über acht Meter stieg und Teile des alten Rheinübergangs sowie Häuser am Ufer weichen mussten.
Heute ist Eglisau für seine mittelalterliche Atmosphäre bekannt. Regelmäßige Veranstaltungen wie Drachenbootrennen oder Jodeltreffen prägen das kulturelle Leben. Wirtschaftlich spielen Industrieunternehmen wie der Bodenbelaghersteller Forbo eine zentrale Rolle. Historische Bauwerke wie die reformierte Kirche mit ihren spätgotischen Fresken und die malerischen Gassen Untergass und Obergass ziehen Besucher an. Seit 2017 gehört Eglisau dem Verein „Die schönsten Schweizer Dörfer“ an.