Eiterfeld liegt im Norden Osthessens, eingebettet zwischen den Basaltkuppen Lichtberg, Stoppelsberg und Soisberg in der Kuppenrhön. Die Gemeinde grenzt an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Norden und Westen sowie an Thüringen im Osten. Im Süden reicht sie bis zur Stadt Hünfeld. Die Flüsschen Eitra und Solz entspringen hier und münden später in die Haune bzw. Fulda.
Erstmals erwähnt wurde Eiterfeld im Jahr als Eitrungfeldeno in Fuldaer Urkunden, als König Ludwig der Deutsche Ländereien in der „Eitrafeldon Marcha“ tauschte. Der Name leitet sich vom schnell fließenden Bach Eitra ab. Im Mittelalter prägten Burgen wie Fürsteneck und das Zentgericht das Geschehen. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einer Phase der Gegenreformation erhielt der Ort 1697 das Marktrecht und entwickelte sich zum regionalen Handelsplatz.
Heute besteht Eiterfeld aus dem Kernort und 16 Ortsteilen wie Betzenrod oder Großentaft. Die Burg Fürsteneck, heute eine Heimvolkshochschule, und die katholische St.-Georgs-Kirche sind prägende Bauwerke. Die Gemeinde feierte 1995 ihr 1150-jähriges Bestehen und darf sich seitdem Marktgemeinde nennen. In Betzenrod entstand in den 1920er Jahren eine zionistische Ausbildungsstätte, die junge Menschen auf die Emigration nach Palästina vorbereitete.