Eitorf liegt im östlichen Rhein-Sieg-Kreis, eingebettet zwischen Bergischem Land und Westerwald am Mittellauf der Sieg. Südlich des Flusses teilt der Eipbach die Gemarkung, während im Westen der Krabach die Grenze zu Hennef bildet. Zu den markanten Erhebungen gehören der Hohe Schaden mit 388 Metern sowie Hurst, Küpp und Richardsberg. Der Ort entstand auf dem Gebiet des ehemaligen Auelgau und ist etwa gleich weit von Bonn und Köln entfernt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1144, doch die Besiedlung reicht bis in fränkische Zeit zurück. Im Mittelalter prägten Sattelhöfe, Rittersitze und Burgen wie Burg Welterode das Bild. Eitorf war Sitz eines Landgerichts und litt unter den Wirren der Erbfolgekriege, die immer wieder durchziehende Truppen mit sich brachten. Später wurde es Verwaltungssitz im Großherzogtum Berg und später im preußischen Kreis.
Heute ist Eitorf ein Mittelzentrum mit historischem Kern. Die Wasserburg Welterode an der Asbacher Straße und die Überreste mittelalterlicher Verhüttungsplätze zeugen von der Vergangenheit. Die Siegtaleisenbahn und das Amtsgericht prägen die jüngere Geschichte, während die landschaftliche Umgebung mit ihren Bächen und Höhenzügen zum Verweilen einlädt.