Elne liegt im südfranzösischen Département Pyrénées-Orientales, wo der Fluss Tech die Landschaft prägt. Die Stadt befindet sich etwa zwölf Kilometer südlich von Perpignan und sieben Kilometer nördlich von Argelès-sur-Mer, nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt. In der Nachbarschaft liegen Orte wie Palau-del-Vidre und Latour-Bas-Elne, umgeben von fruchtbaren Aprikosen- und Pfirsichplantagen.
Die Geschichte Elnes reicht bis in die Steinzeit zurück, als die Anhöhe bereits besiedelt war. Schon früh kontrollierte die Stadt wichtige Handelswege zwischen Languedoc und Katalonien und diente als strategischer Punkt an der Küste. Im Altertum wurde sie als „Illiberi“ erwähnt, eine Siedlung mit iberischen Wurzeln. Später spielte sie eine Rolle in den Feldzügen Hannibals und erlebte unter römischer Herrschaft eine Blütezeit, bevor sie im Mittelalter zum Sitz eines westgotischen Bistums wurde.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter die ehemalige Kathedrale mit ihrem Kreuzgang aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Das Musée Terrus zeigt Werke des Malers Étienne Terrus, während das Musée d’Archéologie Einblicke in die antike Vergangenheit bietet. Berühmte Persönlichkeiten wie der Maler Étienne Terrus oder die Flüchtlingshelferin Elisabeth Eidenbenz sind mit Elne verbunden. Die Maternité suisse d’Elne erinnert an die Aufnahme von Kindern während des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs.