Elsterheide liegt im Norden des Landkreises Bautzen in Sachsen, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Hoyerswerda. Im Norden grenzt die Gemeinde an Brandenburg, während sie im Süden an Hoyerswerda und im Osten an Spreetal stößt. Das Gebiet gehört zum Lausitzer Seenland und ist von zahlreichen Seen wie dem Neuwieser See oder dem Blunoer Südsee durchzogen. Die Schwarze Elster fließt durch den Ort, und mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets wurde durch den Braunkohletagebau geprägt.
Die heutige Gemeinde entstand erst 1995 aus mehreren ehemaligen Dörfern, darunter Neuwiese, Sabrodt und Nardt. Einige Ortsnamen wurden während der nationalsozialistischen Germanisierungskampagne verändert, doch nach 1945 erhielten sie ihre ursprünglichen sorbischen Bezeichnungen zurück. Einst fast rein sorbisch geprägt, sank der sorbische Bevölkerungsanteil im Laufe des 20. Jahrhunderts deutlich, blieb aber lange Zeit hoch.
Elsterheide ist bekannt für seine sorbischen Traditionen, etwa die Feier der Vogelhochzeit im Januar oder das Hexenbrennen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen eine Fachwerkkirche in Bluno, das Ostereiermuseum und die Wassenburg, eine ehemalige Mühle an der Schwarzen Elster. Die Gemeinde verbindet damit historische Bauwerke mit der malerischen Seenlandschaft und lebendigen Bräuchen.