Oßling liegt versteckt in den ausgedehnten Wäldern der Oberlausitz, wo die Schwarze Elster durch sanfte Täler fließt. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Bautzen und ist umgeben von Kamenz im Südwesten und Hoyerswerda im Nordosten. Ihre Ortsteile Milstrich, Döbra und Trado reihen sich entlang des Flusses, während der Ort selbst nahe der Bundesstraße 97 liegt.
Der Name Oßling stammt aus dem Sorbischen und verweist auf einen steinigen Berg, an dem schon früh Grauwacke abgebaut wurde. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Preußen und Sachsen entstand die heutige Gemeinde erst 1994 durch eine Gebietsreform. Einst prägten sorbische Traditionen das Leben, doch heute zählt nur noch Milstrich offiziell zum sorbischen Siedlungsgebiet. Der Ortsteil Lieske beherbergt einen Missionshof, der aus einem ehemaligen Arbeiterkoloniegut hervorging und heute Menschen mit geistigen Behinderungen unterstützt.
Die Gemeinde bewahrt kulturelle Schätze wie die Oßlinger Kirche aus dem frühen 19. Jahrhundert oder die Nagelsche Säule, ein Vermessungsdenkmal der Königlich-Sächsischen Triangulation. Im Umland erstreckt sich das Dubringer Moor, das größte Naturschutzgebiet der Lausitz. Persönlichkeiten wie der sorbische Komponist Bjarnat Krawc oder der Politiker Henry Nitzsche verbinden Oßling mit überregionaler Geschichte.