Embrach liegt im Embrachertal, einem weiten U-förmigen Seitental der Töss im unteren Tösstal. Das Dorf erstreckt sich als Strassendorf über etwa drei Kilometer entlang der Hauptverkehrsachse vom Oberdorf im Süden bis zum Psychiatrie-Zentrum Hard im Norden. Die Landschaft wird von sanften Hügeln wie dem Blauen und dem Dättenberg geprägt, während die Töss im Norden eine natürliche Grenze bildet. Der Talgrund besteht aus einer fruchtbaren Ebene, die vom Wildbach entwässert wird und in der Riss-Kaltzeit durch den Linth-Gletscher geformt wurde.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus einer Zeit, als er noch als Unterembrach bekannt war. Prägend für die Entwicklung war die Lage an einem mittelalterlichen Handelsweg, der von Stein am Rhein über Andelfingen und Embrach nach Kloten führte. Im Tal entstanden später zahlreiche Wassermühlen, die die Wasserkraft nutzten. Die Industrialisierung brachte Textilfabriken, Tonwarenhersteller und Maschinenbauunternehmen hervor, darunter Pioniere wie Abraham Ganz, der später in Ungarn wirkte.
Heute ist Embrach vor allem durch seine reformierte Kirche im Dorfzentrum und das Psychiatrie-Zentrum Hard bekannt. Die Weinberge an den sonnigen Hängen des Sonnen- und Guldenbergs erinnern an die traditionelle Landwirtschaft. Das Wappen mit den gekreuzten Petrus-Schlüsseln verweist auf die historische Verbindung zur Kirche, während moderne Neubauten wie die klimaneutrale Dreifachturnhalle „Breite“ das Bild prägen. Die Umgebung mit dem Naturschutzgebiet Chlostergumpen und dem Kleinkraftwerk an der Töss zeigt die Verbindung von Natur und Industriegeschichte.