Langenzenn liegt im nordwestlichen Teil Mittelfrankens, eingebettet in das leicht hügelige Rangau-Land. Der namensgebende Fluss Zenn durchzieht den Ort und mündet weiter östlich in die Regnitz. Im Süden erhebt sich der Dillenberg, der mit seiner Höhe das Landschaftsbild prägt. Geologisch gehört das Gebiet zum fränkischen Keuper-Lias-Land, wo Sandstein als Baumaterial und Ton für die Ziegelherstellung gewonnen wurde. Mit seiner zentralen Lage ist Langenzenn gut an die größeren Städte Fürth, Erlangen und Nürnberg angebunden.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Mittelsteinzeit zurück, wie Funde von Pfeilspitzen und Werkzeugen belegen. Eine dauerhafte Ansiedlung entstand vermutlich aus einem Königshof, der 903 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ein bedeutender Reichstag unter König Otto I. fand hier 954 statt, was auf die damalige Bedeutung des Ortes hindeutet. Im 13. Jahrhundert ging Langenzenn an die Hohenzollern über und entwickelte sich zu einem Verwaltungszentrum. 1360 erhielt es das Stadtrecht und wurde damit zu einem wichtigen rechtlichen und wirtschaftlichen Ort in der Region.
Heute ist Langenzenn vor allem als Schulstandort für den nördlichen Landkreis Fürth bekannt. Historische Bauwerke wie das Spitalgebäude aus dem 16. Jahrhundert und die Spuren der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit erinnern an die bewegte Vergangenheit. Die „Schwarze Maria“, eine verehrte Marienstatue, war einst Ziel von Wallfahrten. Die umliegende Landschaft mit ihren Sandsteinvorkommen und die Nähe zu größeren Städten prägen bis heute das Bild des Ortes.