Eresing liegt im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech, etwa sechs Kilometer nordwestlich des Ammersees. Die Gemeinde ist von voralpinem Hügelland umgeben, das während der Würmeiszeit geformt wurde. Zu Eresing gehören fünf Gemeindeteile, darunter das Pfarrdorf selbst und das Kirchdorf Pflaumdorf auf einem Moränenhügel.
Erste Spuren einer Besiedlung finden sich in Reihengräberfunden aus dem sechsten Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde Eresing erstmals 1126, als der Ort unter dem Einfluss der Grafen von Dießen-Andechs stand. Später wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Klöster Dießen und Rottenbuch. Die Hofmark Eresing ging 1596 an die Herren von Füll über, die bis 1825 die niedere Gerichtsbarkeit innehatten. Im Zuge der Gebietsreform wurde 1978 ein Großteil der aufgelösten Gemeinde Beuern eingegliedert.
Bekannt ist Eresing vor allem für die Kirche St. Ulrich mit Fresken von Franz Martin Kuen, die im Kern aus dem Jahr 1488 stammen. Der Turmaufbau und die Umgestaltung erfolgten später unter Joseph Schmuzer und Dominikus Zimmermann. Im Gemeindeteil Sankt Ottilien erinnert ein Sammelgrab an Opfer des KZ-Außenlagerkomplexes Kaufering. Persönlichkeiten wie der Komponist Caspar Ett oder die Schauspielerin Alina Stiegler stammen aus Eresing.