Kaufering liegt im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech, direkt nördlich der namensgebenden Kreisstadt. Der Ort erstreckt sich entlang des Lechs, wobei der historische Kern Altkaufering am Ostufer entstand, während sich Neukaufering als größere Siedlung am Westufer entwickelte. Die Gemeinde besteht aus den beiden Gemeindeteilen Kaufering und Riedhof.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis ins 6. Jahrhundert zurück, als germanische Stämme den Ort am Lech gründeten. Der Name geht vermutlich auf einen Sippenältesten namens Kufo zurück, was sich in der Endung -ing widerspiegelt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1033, als das Kloster Benediktbeuern Besitz in Kaufering erwarb. Im Mittelalter gehörte der Ort den Welfen, deren bedeutendster Vertreter, Heinrich der Löwe, die Salzstraße verlegen ließ – ein Schritt, der die Entwicklung Kauferings bremste. Erst der Bau der Eisenbahn 1872 brachte neuen Aufschwung, da Kaufering zum wichtigen Bahnknotenpunkt wurde.
Kaufering ist geprägt von historischen Bauwerken wie der Burgruine Haltenberg, der Kirche St. Johannes Baptist und der Leonhardikirche, die jährlich mit einem Leonhardiritt gefeiert wird. Die Umgebung bietet mit der Hurlacher Heide und dem mystischen Westerholz mit Hügelgräbern und einer römischen Badeanlage besondere Natur- und Kulturdenkmäler. Die Erinnerung an die dunklen Kapitel der Geschichte wachhalten Gedenkstätten wie der KZ-Friedhof Kaufering-Nord und die Überreste des KZ-Außenlagerkomplexes. Zudem ist der Ort für seine Dialekttradition im Lechrainer Raum bekannt.