Erkelenz liegt im Rheinland, etwa 15 Kilometer südwestlich von Mönchengladbach, am Nordrand der Kölner Bucht. Die Stadt befindet sich zwischen Niederrhein und Niedermaas und gehört zum Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Das Landschaftsbild wird von der flachwelligen Jülich-Zülpicher Börde geprägt, deren fruchtbarer Boden hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wird. Nur ein kleiner Teil des Stadtgebiets ist bewaldet, während der größte Teil aus Feldern besteht. Im Norden beginnt eine wald- und wasserreiche Landschaft, im Westen liegt die Rurniederung und im Osten das Niersquellgebiet.
Die Stadt blickt auf über tausend Jahre Geschichte zurück. Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit, und ein über 7000 Jahre alter Holzbrunnen bei Kückhoven zählt zu den ältesten Holzbauwerken der Welt. Im Mittelalter entwickelte sich Erkelenz zu einem wichtigen Ort, wobei der Name vermutlich auf ein galloromanisches Suffix zurückgeht. Die Stadt lebte lange von der Landwirtschaft, doch der Braunkohletagebau Garzweiler II hat seit 2006 große Teile des Stadtgebiets und mehrere Dörfer zerstört, was zur Umsiedlung von über fünftausend Menschen führte.
Erkelenz ist bekannt für seine historische Altstadt und die katholische Pfarrkirche, unter der fränkische Gräber gefunden wurden. Die Stadt ist in neun Stadtbezirke unterteilt, die teilweise durch den Tagebau betroffen sind. Im Süden erstreckt sich das größte zusammenhängende Waldgebiet, der Wahnenbusch. Die Umgebung bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Bächen und Hügeln, die durch den Tagebau jedoch stark verändert wird.