Jülich liegt in der fruchtbaren Jülich-Zülpicher Börde, wo die Rur das flache Land durchzieht. Die Stadt grenzt im Norden an Linnich, im Nordosten an Titz und im Süden an Inden, während im Westen Aldenhoven benachbart ist. Mit der künstlich aufgeschütteten Sophienhöhe erreicht das Gebiet 302 Meter, doch der höchste natürliche Punkt liegt bei 110 Metern in Bourheim. Die Rur prägt das Stadtbild, während weitere Bäche wie der Ellebach durch die Stadt fließen und in sie münden.
Die Wurzeln Jülichs reichen bis in die römische Zeit zurück, als hier eine Straßenstation an der Via Belgica entstand. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum des Jülichgaus und erhielt später Stadtrechte. Die Herzöge von Jülich prägten die Stadt, besonders Wilhelm der Reiche, der sie nach einem Brand zur Renaissance-Residenz ausbauen ließ. Die Zitadelle und der Hexenturm zeugen noch heute von dieser Epoche. Im 17. Jahrhundert wechselte Jülich mehrfach die Herrschaft, bevor es 1815 preußisch wurde.
Heute ist Jülich vor allem durch das Forschungszentrum bekannt, das nach dem Krieg viele Neubürger anzog. Die Zitadelle, einst militärischer Stützpunkt, beherbergt heute ein Gymnasium und ist ein kultureller Anziehungspunkt. Die Innenstadt wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs originalgetreu wiederaufgebaut, wobei historische Strukturen bewahrt blieben. Die Nähe zu den Niederlanden und Belgien macht Jülich zu einem Grenzort mit europäischer Ausstrahlung.