Esztergom liegt im Norden Ungarns am rechten Donauufer, wo der Fluss die Grenze zur Slowakei bildet. Die Stadt erhebt sich auf einem markanten Burgberg, der schon früh Siedler anzog. Ihre Schwesterstadt auf slowakischer Seite heißt Štúrovo, während die Donau selbst hier die Landschaft prägt.
Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Keltenzeit zurück, doch ihre Bedeutung wuchs unter den Römern, die hier ein Kastell errichteten. Später wurde Esztergom zur Residenz ungarischer Herrscher und schließlich zur ersten Hauptstadt des Königreichs. Nach Zerstörungen durch die Mongolen und eine lange osmanische Besatzung erlebte sie eine Neubesiedlung durch Deutsche und Slowaken. Die Stadt trägt auch den Beinamen Nibelungenstadt, da sie im Nibelungenlied als Ziel der Reise erwähnt wird.
Heute dominiert die gewaltige Basilika auf dem Burgberg das Stadtbild, die als größte katholische Kathedrale Ungarns gilt. Daneben beherbergt Esztergom bedeutende Museen und eine der reichsten kirchlichen Bibliotheken des Landes. Die wiederaufgebaute Maria-Valeria-Brücke verbindet die Stadt mit der Slowakei. Regelmäßige Kulturfeste wie das Esztergom International Guitar Festival prägen das städtische Leben.