Ettringen liegt am Ostrand der Hohen Eifel, nur wenige Kilometer nordöstlich von Mayen. Die Gemeinde wird von markanten Vulkanbergen umgeben: dem Hochsimmer im Westen, dem Hochstein im Norden und dem Ettringer Bellerberg im Süden. Auf dem Hochsimmer thront ein Aussichtsturm, von dem aus bei klarem Wetter sogar der Kölner Dom sichtbar ist. Der Hochstein beherbergt eine mystische Höhle, während der Bellerberg mit seiner Kraterlandschaft beeindruckt. Zwei historische Mühlen, die Brachems-Mühle und die Nettemühle, gehören ebenfalls zum Ort.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Zeit der Kelten und Römer zurück. Urkundlich erwähnt wird Ettringen erstmals im Jahr 1189, als ein Heinrich von Ethrich als Vogt des Hofs Brodenheim genannt wird. Im Mittelalter gehörte der Ort zu den vierzehn Dörfern der Pellenz. Später prägten Erzbergbau und die Gewinnung von Basaltlava und Tuffstein die wirtschaftliche Entwicklung. Heute ist Ettringen vor allem für seine geologischen Besonderheiten bekannt: Das nach dem Ort benannte Mineral Ettringit und der seltene Kinoshitalith wurden hier erstmals entdeckt.
Besonders sehenswert sind die Historische Lay, eine ehemalige Abbaustätte mit tiefen Gruben und Basaltsäulen, die heute als Klettergebiet genutzt wird. Der Hochsimmerturm auf dem gleichnamigen Berg bietet einen weiten Blick über die Eifel. Politisch wird Ettringen von einem Gemeinderat mit zwanzig Mitgliedern und einem Ortsbürgermeister vertreten. Der Ort pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu einer gleichnamigen Gemeinde in Bayern und zu Dornes in Frankreich.