Mayen liegt im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz und ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Vordereifel. Die Stadt gilt als „Tor zur Eifel“, da sie am Übergang zwischen dem hügeligen Eifelgebirge im Westen und dem flachen Koblenz-Neuwieder-Becken im Osten liegt. Durch Mayen fließt das Flüsschen Nette, das aus der Eifel kommend Richtung Rhein weiterzieht.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, als Mayen an einer wichtigen Handelsstraße lag. Später entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der Töpferei, deren Erzeugnisse weit über Mitteleuropa hinaus bekannt waren. Auch der Abbau von Basalt und Tuff prägte die Region, etwa für Mühlsteine oder Sarkophage. Der Name Mayen geht vermutlich auf einen keltischen Begriff für „Feld“ zurück und wurde erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. 1291 erhielt die Stadt Stadtrechte und spielte im Mittelalter als Hauptstadt des Meiengaus eine regionale Rolle.
Mayen ist bekannt für seine Genovevaburg, eine mittelalterliche Burg mit Museum, die auf eine spätrömische Höhenbefestigung zurückgeht. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, doch der Wiederaufbau bewahrte das historische Straßenbild. Heute ist Mayen ein Mittelzentrum mit kulturellen Einrichtungen und prägt sich durch seine Lage zwischen Eifel und Rheinebene aus.