Mendig liegt in der Osteifel, nur wenige Kilometer vom Laacher See entfernt, mitten im vulkanisch geprägten Gebiet des Wingertsbergs. Die Stadt besteht aus den beiden Ortsteilen Niedermendig und Obermendig, die durch sanfte Hügel wie den Hochstein und den Schmitzkopf überragt werden. Die Landschaft ist von alten Lavastromen und Schlackenkegeln gezeichnet, die seit Hunderttausenden von Jahren das Bild formen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im elften Jahrhundert, doch schon die Römer nutzten die harten Basaltlava-Steine aus der Region für Werkzeuge und Mühlsteine. Über Jahrhunderte prägte der Abbau dieses Gesteins das Leben in Mendig, bis die unterirdischen Stollen im 19. Jahrhundert eine neue Bestimmung fanden. Als Brauereien die kühlen, stabilen Höhlen als Gärkeller entdeckten, entstand hier eine lebendige Bierbrauer-Tradition, die der Stadt bis heute ihren Ruf einbringt.
Besonders sehenswert sind die weitverzweigten Lavakeller, die einst der Mühlsteinindustrie dienten und heute als historische Bierkeller zugänglich sind. Das Deutsche Vulkanmuseum „Lava-Dome“ erklärt die geologischen Besonderheiten der Eifel und die Geschichte des Basaltabbaus. Die Innenstadt besticht durch ihre markante Basaltarchitektur, die das vulkanische Erbe der Region widerspiegelt. Seit 1987 ist Mendig zudem Sitz der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft.