Falkenstein liegt im nördlichen Weinviertel Niederösterreichs, einer Landschaft geprägt von Kalkklippen und Trockenrasen. Südlich des Ortes erhebt sich der Galgenberg bis auf 425 Meter, während der Ort selbst von ausgedehnten Wäldern umgeben ist, die mehr als die Hälfte seiner Fläche bedecken. Durch die Gemeinde führen Wanderwege wie der Jakobsweg Weinviertel und der Weinviertelweg, die das Gebiet mit Nachbarorten verbinden.
Die Geschichte Falkensteins reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde wie die Venus von Falkenstein belegen. Um das Jahr 1050 entstand hier eine Pfarre mit Burg, die 1120 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Burg war über Jahrhunderte ein Machtzentrum, bis sie im 17. Jahrhundert verfiel. Die Grafen von Trautson prägten das Ortsbild im 16. und 17. Jahrhundert, etwa durch den Bau des Rathauses oder die Neugestaltung der Pfarrkirche. Auch der Weinbau spielte stets eine zentrale Rolle, etwa durch das Bergtaidingbuechl, ein frühes Weinbaugesetz.
Heute ist Falkenstein vor allem für seine Burgruine bekannt, die nach Sanierung wieder zugänglich ist. Die Pfarrkirche mit ihrer barocken Fassade und der Friedhof mit der Gruftkapelle der Familien Bartenstein und Vrints sind weitere Sehenswürdigkeiten. Die Kellergasse mit ihren Presshäusern und die umliegenden Kalkklippen ziehen Besucher an. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit historischem Erbe und dient als Etappenziel für Pilger und Wanderer.