Ottenthal liegt im nördlichen Weinviertel Niederösterreichs, wo sich weite Felder und sanfte Hügel abwechseln. Die Gemeinde umfasst zwei Ortsteile, Guttenbrunn und Ottenthal, und ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt. Nur ein kleiner Teil ist bewaldet, während Wein- und Gartenbau eine untergeordnete Rolle spielen.
Erstmals erwähnt wird der Ort in historischen Aufzeichnungen, doch seine heutige Form entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals kam es zu schweren Übergriffen durch Soldaten der Roten Armee, die nach einem nächtlichen Bombenangriff einrückten und mehrere Zivilisten töteten. Später litt die Bevölkerung unter Plünderungen tschechischer Partisanen. Bis zur Eingemeindung nach Falkenstein war Ottenthal eigenständig, bevor es 1989 wieder eine eigene Gemeinde wurde.
Besonders bekannt ist Ottenthal für sein Naturjuwel, das Naturschutzgebiet Zeiserlberg, wo der seltene Tátorján-Meerkohl wächst. Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Martin und die Ortskapelle in Guttenbrunn prägen das Ortsbild. Mehrere Persönlichkeiten stammen aus Ottenthal, darunter Schriftsteller und Künstler wie Paul Christian Jezek oder Wilhelm Jezek. Eine Volksschule und ein traditionelles Wappen mit Symbolen des Schutzpatrons runden das Bild ab.