Fehmarn ist eine Ostseeinsel in Schleswig-Holstein und nach Fläche die drittgrößte Deutschlands. Sie liegt zwischen der Kieler und Mecklenburger Bucht, getrennt vom Festland durch den Fehmarnsund mit seiner Brücke. Im Norden trennt der Fehmarnbelt die Insel von Dänemark, während sie im Süden durch flache Sandstrände wie bei Burgtiefe und Wulfener Hals geprägt ist. Die höchste Erhebung, der Hinrichsberg, erreicht knapp 28 Meter, und die Insel zeigt unterschiedliche Küstenformen: steinige Kliffs im Osten, Dünen und Strandseen im Norden.
Die Insel war einst slawisch besiedelt, später durch Kolonisten aus Holland, Friesland und Westfalen geprägt. Erste urkundliche Erwähnung fand sie im Waldemarschen Erdbuch vor 1230. Wirtschaftlich lebte Fehmarn lange von Landwirtschaft und Fischerei, bevor der Tourismus an Bedeutung gewann. Die Inselbahn verband Burg ab 1905 mit dem Festland, und seit den 1960er Jahren trägt Burg den Titel eines Heilbades.
Burg auf Fehmarn ist der Hauptort mit historischer Backsteinkirche St. Nikolai und einem Marktplatz, auf dem wöchentlich ein Markt stattfindet. Das Rathaus mit markanten Türmchen und die St.-Jürgen-Kapelle prägen das Bild. Der Hafen Burgstaaken dient heute Yachten und Kuttern, während der Südstrand Burgtiefe mit seinem Hotelkomplex und der Strandpromenade ein beliebtes Ziel ist. Das Wasservogelreservat Wallnau an der Westküste bietet über 80 Vogelarten Schutz und Beobachtungsmöglichkeiten.