Finkenberg liegt im österreichischen Bundesland Tirol, etwa drei Kilometer südwestlich von Mayrhofen, am Eingang zum Tuxertal. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen den Ausläufern des Penken und den Grinbergspitzen und umfasst unter anderem das Zemmtal, den Zamser Grund sowie den Schlegeisgrund mit dem Schlegeisspeicher. An der Grenze zu Südtirol ragen markante Gipfel wie der Hochfeiler oder der Große Möseler auf. Fast sechzig Prozent des Geländes sind hochalpine Regionen, während nur ein kleiner Teil landwirtschaftlich genutzt wird.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1389, als „Vinkenperg“ in einer Urkunde des Rattenberger Servitenklosters auftaucht. Der Name geht vermutlich auf einen Siedler namens Finko zurück, dessen Übername „Fink“ sich auch im Gemeindewappen wiederfindet. Lange Zeit war Finkenberg eine Bauerngemeinde, doch der Verkehr über das Pfitscher Joch brachte eine gewisse Bedeutung. Mit dem aufkommenden Tourismus und dem Magnesitwerk im Tuxertal änderte sich die wirtschaftliche Struktur. Später prägte vor allem der Fremdenverkehr die Entwicklung, unterstützt durch die Erschließung des Skigebiets Penken.
Heute ist Finkenberg stark vom Tourismus geprägt, insbesondere durch das Skigebiet Penken. Die Gemeinde beherbergt mehrere Kirchen, darunter die katholische Pfarrkirche hl. Leonhard in Finkenberg und Mariä Himmelfahrt in Dornauberg. Persönlichkeiten wie der Skirennläufer Richard Kröll oder die Sängerin Peter Steinlechner stammen aus dem Ort. Die Landschaft mit ihren Gletschern und Bergen macht Finkenberg auch zu einem Ziel für Bergsteiger und Naturliebhaber.