Fischbachau liegt im Leitzachtal, eingebettet zwischen dem Breitenstein und einem Schwemmkegel, wo der Fluss in die Ebene tritt. Südlich des Ortes breitet sich der Wolfsee aus, ein stilles Gewässer inmitten der Landschaft. Der Ort ist gut angebunden: Die Autobahn ist nicht weit entfernt, und eine Bahnlinie führt über den Haltepunkt im Ortsteil Hammer zum Schliersee und weiter nach Bayrischzell.
Die ersten Spuren des Ortes reichen bis ins späte 11. Jahrhundert zurück, als er als „Viscpachisowa“ erwähnt wurde. Ein Benediktinerkloster, das zunächst in Bayrischzell gegründet worden war, fand hier vorübergehend sein Zuhause, bevor es nach Dachau umzog. Doch die romanische Pfarrkirche St. Martin blieb als Zeugnis dieser Zeit erhalten und ist bis heute das religiöse Zentrum. Die politische Gemeinde entstand erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, nachdem sie sich aus älteren Strukturen gelöst hatte.
Besonders prägend ist die St.-Martins-Kirche mit ihrer langen Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. In Birkenstein lockt eine Wallfahrtskapelle mit Freilichtaltar die Besucher an. Persönlichkeiten wie der Komponist Karl Höller oder der Architekt Paul Schneider-Esleben haben hier gelebt oder ihre Spuren hinterlassen. Die Gemeinde verbindet damit historische Tiefe mit einer lebendigen Gegenwart inmitten der oberbayerischen Voralpenlandschaft.