Fisibach liegt im Schweizer Kanton Aargau nahe der Grenze zu Deutschland und Zürich. Das Dorf befindet sich etwa einen Kilometer südlich des Rheins und ist nach dem gleichnamigen Bach benannt, der hier in den Fluss mündet. Die Landschaft wird vom Bachsertal geprägt, einem schmalen Tal mit steilen Hängen und Schotterterrassen, das von zwei markanten Bergen flankiert wird. Im Norden erstreckt sich die Rheinebene, während im Süden die Weiler Hägelen und Waldhausen liegen. Die Gemeinde umfasst Wald- und Siedlungsflächen sowie eine Tongrube am Sanzenberg.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, später errichteten die Römer am Rhein einen Wachtturm. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1050, als der Ort als Fusibach bezeichnet wurde. Im Mittelalter übten verschiedene Adelsgeschlechter wie die Herren von Wasserstelz die Gerichtsbarkeit aus, während die Edlen von Waldhausen eine Burg besaßen. Nach der Eroberung durch die Eidgenossen gehörte Fisibach zur Grafschaft Baden und später zum Kanton Aargau. Wirtschaftlich blieb die Gemeinde lange von der Landwirtschaft geprägt, bis im 19. Jahrhundert eine Ziegelei entstand.
Heute prägen historische Bauwerke wie die restaurierte Dorfkapelle aus dem 17. Jahrhundert und das Ebianum Baggermuseum das Bild. Auf einer Rheininsel stand einst die Burg Schwarzwasserstelz, von der nur noch ein militärischer Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten ist. Das Gemeindewappen zeigt drei Bachstelzen und erinnert an die einstigen Herren von Wasserstelz. Trotz moderner Strukturen bleibt Fisibach ländlich geprägt, mit einer engen Verbindung zu den Nachbarorten und einer lebendigen lokalen Gemeinschaft.