Weiach liegt im nordwestlichen Teil des Zürcher Unterlandes, nahe der Grenze zum Kanton Aargau und zum deutschen Landkreis Waldshut. Der Rhein fließt nur wenige hundert Meter nördlich vorbei und bildet die natürliche Grenze zur Bundesrepublik Deutschland, wo er gleichzeitig den tiefsten Punkt des Kantons markiert. Im Süden erhebt sich das bewaldete Plateau des Haggenbergs, der mit über 600 Metern den höchsten Punkt der Gemeinde darstellt. Die Landschaft ist geprägt von Schotterterrassen, die während der Eiszeit entstanden und später für den Kiesabbau genutzt wurden.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Mittelsteinzeit zurück, wie Funde von Feuersteinsplittern und Steinbeilen belegen. Später hinterließen Kelten und Römer ihre Spuren, darunter Wachttürme aus der Spätantike und ein Silberschatz aus keltischer Zeit. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens „Weiach“ stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, doch die Gemeinde entwickelte sich lange Zeit als landwirtschaftlich geprägter Ort. Erst mit dem industriellen Kiesabbau ab den 1960er-Jahren erlebte Weiach einen wirtschaftlichen Aufschwung und wurde überregional bekannt.
Heute ist Weiach vor allem durch seine Kiesvorkommen und die damit verbundene Industrie geprägt. Das Gemeindewappen zeigt einen achtstrahligen Stern, der auf ein historisches Wirtshauszeichen zurückgeht. Die Natur rund um den Rhein und die ausgedehnten Wälder prägen das Bild, während moderne Neubaugebiete im Westen der Gemeinde entstehen. Die Fusion mit der Primarschulgemeinde im Jahr 2022 unterstreicht die heutige Einheit von Verwaltung und Bildung.