Gernsheim liegt im südhessischen Landkreis Groß-Gerau, eingebettet in die Oberrheinische Tiefebene. Der Ort erstreckt sich am Ostufer des Rheins, zwischen den Gemeinden Groß-Rohrheim im Süden und Biebesheim im Norden. Östlich grenzt die Stadt an Pfungstadt und Alsbach-Hähnlein, während jenseits des Flusses Hamm am Rhein liegt. Der Winkelbach durchfließt das Stadtgebiet und mündet hier in den Rhein. Im Westen des Stadtgebiets erstreckt sich der Hammerauer Altrhein mit seinem Naturschutzgebiet Hammer Aue.
Die Wurzeln Gernsheims reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde aus Klein-Rohrheim belegen. Ein römisches Kastell aus dem ersten Jahrhundert nach Christus markiert den Beginn der städtischen Geschichte, das später von einem fränkischen Königshof abgelöst wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gernsheim im Jahr 852, bevor es unter die Herrschaft des Klosters Lorsch und später Kurmainz geriet. 1356 erhielt der Ort Stadtrecht und wurde mit einer Befestigung sowie einem Wasserschloss ausgestattet. Berühmt wurde die Stadt als Geburtsort von Peter Schöffer, einem Pionier des Buchdrucks.
Heute trägt Gernsheim den Beinamen Schöfferstadt und ehrt seinen berühmten Sohn mit einem Denkmal. Die Altstadt mit ihren historischen Bauwerken wie der Wasserburg und dem Kloster Maria Einsiedel prägt das Bild. Der Hammer Aue bietet ein geschütztes Naturgebiet am Altrhein. Jährlich erinnert die Stadt an ihre Geschichte, etwa durch Feste, die an die Druckerkunst erinnern. Die Eingemeindung der Ortsteile Allmendfeld und Klein-Rohrheim erweiterte das Stadtgebiet und brachte neue Impulse für die Entwicklung.