Biblis liegt in der flachen Oberrheinischen Tiefebene westlich des Odenwalds, zwischen Darmstadt und Mannheim. Die Gemeinde erstreckt sich direkt nördlich des Weschnitz-Unterlaufs, der wenige Kilometer entfernt in den Rhein mündet. Im Norden grenzt sie an Groß-Rohrheim, im Osten an Einhausen, im Süden an Bürstadt und Lampertheim sowie im Westen an die rheinland-pfälzische Stadt Worms. Die Gemeinde setzt sich aus den drei Ortsteilen Biblis, Nordheim und Wattenheim zusammen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen von den Kelten, gefolgt von den Römern, die hier einen Hafen und eine Siedlung anlegten. Später übernahmen die Alemannen das Gebiet, bis sie von den Franken verdrängt wurden. Im Jahr 764 gründete sich das Kloster Lorsch, das die Region prägte und Biblis erstmals 836 urkundlich erwähnte. Die Burg Biblis, heute verschwunden, wechselte mehrfach die Besitzer, darunter Mainzer Erzbischöfe und pfälzische Kurfürsten. Nach der Reformation wurde das Kloster Lorsch aufgelöst, und Biblis erlebte wechselnde konfessionelle Herrschaft.
Heute ist Biblis vor allem durch das Kernkraftwerk bekannt, das der Gemeinde überregionale Aufmerksamkeit verschafft. Die Ortsteile Nordheim und Wattenheim ergänzen das Bild einer ländlich geprägten Gemeinde mit historischen Wurzeln. Die Weschnitz und ihre Auen prägen die natürliche Umgebung, während die Nähe zu Worms und Mannheim wirtschaftliche Verbindungen schafft.