Lorsch liegt in der Oberrheinischen Tiefebene am westlichen Rand des Odenwalds, etwa fünf Kilometer von der Bergstraße entfernt. Zwischen Einhausen und Heppenheim gelegen, grenzt es im Norden an Bensheim und im Osten an Heppenheim, während im Süden Lampertheim und im Westen Bürstadt benachbart sind. Die Weschnitz fließt nahe vorbei, und im Südosten erstreckt sich das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem berühmten Kloster verbunden, das im achten Jahrhundert von fränkischen Adligen gegründet wurde. Lorsch entwickelte sich als Zubehör dieses mächtigen Reichsklosters, das im Frühmittelalter Besitzungen bis ins Elsass und Lothringen besaß. Nach langen Auseinandersetzungen zwischen Kurmainz und der Kurpfalz wurde das Kloster schließlich dem Erzbistum Mainz unterstellt. Im 13. Jahrhundert verlor es seine Selbstständigkeit und wurde zur Propstei.
Heute ist Lorsch vor allem durch das zum Weltkulturerbe gehörende Kloster bekannt, das mit seiner karolingischen Architektur und dem Lorscher Codex Geschichte schreibt. Die Stadt trägt den Beinamen Karolingerstadt und profitiert von ihrem milden Klima, das den Anbau von Südfrüchten wie Kiwis und Mandeln ermöglicht. Die Bergstraße nennt man deshalb auch die „Riviera Deutschlands“.